Aktuelle August-Filmstarts:
16.08.2007
Zusammen ist man weniger allein ***

23.08.2007
Gucha
30.08.2007 

filminformer-Bewertung:
***** = Meisterwerk!
****0 = Hervorragend
***00 = Unterhaltsam
**000 = Mittelmäßig
*0000 = Mit Mühe im Kino geblieben!
00000 = Unterirdisch! -
Ich will mein Geld zurück!
filminformer-Bewertung: ***** = Meisterwerk! ****0 = Hervorragend ***00 = Unterhaltsam **000 = Mittelmäßig *0000 = Mit Mühe im Kino geblieben! 00000 = Unterirdisch - Ich will mein Geld zurück!

Filmtipp des Monats August:

Projekt Gold – Eine deutsche Handball-WM

Deutschland 2007 / 106 Min.
Regie: Winfried Oelsner.
Mitwirkende: Heiner Brand, Mimi Kraus, Henning Fritz, Christian Schwarzer, Pascal „Pommes“ Hens, Oliver Roggisch, Florian Kehrmann, Marcus Baur, Torsten Jansen, Andrej Klimovets, Lars Kaufmann.

Die Story: Im Winter 2007 bereitet sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft auf die WM im eigenen Land vor. Die Vorbereitung läuft schlecht und Teamgeist ist am Anfang der WM weit und breit nicht in Sicht. Die Vorrundenspiele gegen die einfachen Gegner werden ordentlich absolviert, aber gegen Polen kommt es wie es kommen muss. Es setzt eine Niederlage und es kommt zum emotionalen Crash. Wer soll sich mit einer Nationalmannschaft identifizieren, die nur mittelmäßig spielt? Wie soll der Funke der Begeisterung auf eine Sportart überspringen, die jeder kennt, aber kaum jemand liebt? Doch wie beim „Sommermärchen“ sechs Monate zuvor hat die Öffentlichkeit das Event für sich entdeckt und füllt die Hallen. Selbst aus zweitklassigen Begegnungen macht das Publikum einen Hexenkessel. Und die deutsche Nationalmannschaft? Sie wird vom Publikum zum „Favoriten der Herzen“ erkoren und in diesem Strudel der Begeisterung einfach mitgenommen. Von Spiel zu Spiel wird der Mannschaftsgeist stärker und bringt das Team schließlich ins Finale…

Der Regisseur: Der 1972 in Marl geborene Regisseur Winfried Oelsner begann seine Karriere 2001 mit Dokumentationen wie „Ultra – Ein Leben für den Fußball“ oder „Rey Negro - Der schwarze König“ (2004) bevor er 2005 mit „Tsunami“ seinen ersten Spielfilm für ProSieben drehte.

filminformer-Bewertung: Besser hätte sich kein Drehbuchautor eine Dramaturgie für einen Sportfilm ausdenken können. Wäre Deutschland schon vor dem Viertelfinale gescheitert, hätte es bestimmt keinen Film gegeben. Doch für Produzent Stefan Limbach, selber ehemaliger Handball-Kreisläufer, lief alles perfekt. Ein Vergleich der beiden Sportdokumentationen – „Sommermärchen“ und „Wintermärchen“ – ist natürlich unvermeidlich und macht den Himmelweiten Unterschied zwischen den beiden Sportarten und Welten fest. Nach dem ersten Vorrundenspiel beispielsweise müssen die Nationalspieler im ICE mit anderen Fahrgästen um ihre reservierten Plätze rangeln. Es sind solche skurrilen Momente, die den besonderen Blick des Films ausmachen. Beide Filme geben dem Publikum noch einmal eine äußerst emotionale Rückschau auf das jeweilige Großereignis und einen intimen Einblick in die deutschen Teams, aber Regisseur Oelsner hat aus Wortmanns formalen Fehlern gelernt. Bei „Projekt Gold“ sieht man, dank Untertiteln, wer gerade spricht, und der allgemeine Jubel ist besser eingebunden in den Film. Gerade der Krimi zum Halbfinale gegen Frankreich wird wieder gegenwärtig. Der Film macht die Spannung greifbar, als wäre man noch einmal live dabei. „Projekt Gold“ ist eine dramatische und emotionsgeladene Dokumentation, die sicher nicht nur Handball-Fans mitreißen wird.

-jvg      

Bewertung: ****0

Deutschlandstart: 02. August 2007

Filmverleih & Bild: Kinowelt

 


Schwarze Schafe

Deutschland 2007 / 94 Min.
Regie: Oliver Rihs.
Darsteller: Robert Stadlober, Tom Schilling, Julia Böwe, Marc Hosemann, Milan Peschel, Bruno Cathomas.

Die Story: Berlin – die Stadt der kaputten und abgedrehten Existenzen oder einfach: der schwarzen Schafe. In dem hochstaplerischen Handmodell Boris (Marc Hosemann) entbrennt plötzlich die Liebe zu einer bereits von ihm abgezockten Vogue-Redakteurin. Breslin (Robert Stadlober) und Julian (Tom Schilling) verirren sich irgendwo zwischen Weltverbesserung und Selbstverwirklichung. Halil (Richard Hanschmann), Ali (Eralp Üzun) und Birol (Oktay Özdemir) wollen Sex, koste es was es wolle. Als Touristenführerin kämpft Charlotte (Julia Böwe) auf der Spree gegen die Wessi-Arroganz einer alten Studienkollegin und gegen den Dauersuff ihres Freundes Peter (Milan Peschel). Schließlich geben Arnold (Daniel Zillmann) und Fred (Kirk Kirchberger) alles, um richtig böse Satanisten zu sein, auch wenn das nicht immer so richtig klappt…

Die Stars: Robert Stadlober („Crazy“; „Engel & Joe“) ist, genau wie Tom Schilling („Crazy“; „Verschwende Deine Jugend“), das ewige Jungtalent des deutschen Films.

Der Regisseur: Der 1971 geborene Schweizer Autodidakt Oliver Rihs ist Jahre lang durch den Berliner Alltag gestreift und sammelte Typen, Beobachtungen und Gesprächsfetzen. Nach seinem Debütfilm „Brombeerchen“ von 2001 ist dies nun sein zweiter Spielfilm.

filminformer-Bewertung: Ein Episodenfilm, der von sechs Autoren geschrieben wurde. All den sechs Autoren gab Oliver Rihs kurze Inputs, was in etwa er möchte. Angaben der Bezirke wo ihre Episoden spielen sollen und auch in etwa charakterliche Beschriebe der gewünschten Figuren. Dann hatten die Autoren freien Lauf. Dabei heraus kamen allesamt Komödien, die oft geschmacklos, schnoddrig, neurotisch, hässlich, naiv und doch irgendwie sehr charmant sind: Genauso wie die Stadt eben. Die Figuren stapfen schwerfällig und mit minimalistischem Profit-Denken durch ihre tragischkomischen Dramen, meist bepackt mit Zielen, die ihnen bald abhanden kommen. Die Schauspieler agieren teilweise wie aufgedreht und alle samt sehr authentisch. Gerade die Authentizität des Filmes lässt viele Szenen und Einstellungen wie krudeste Realsatire wirken und ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an die unprätentiöseste aller Weltstädte. Ein schmutziger und doch wirklich frischer kleiner Film, der politisch total unkorrekt ist und deshalb so viel Spaß macht!
–jvg

Bewertung: ***00

Deutschlandstart: 30. August 2007

Filmverleih & Bild: BBQ Distribution

 


Transformers

USA 2007 / 143 Min.
Regie: Michael Bay.
Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, Tyrese Gibons, John Voight, Josh Duhamel, John Turturro, Rachael Taylor, Anthony Anderson.

Die Story: Seit Ewigkeiten bekriegen sich im Weltall verfeindete Roboterrassen. Nun landen sie auf der Erde, wo vor Ewigkeiten die Energiequelle gelandet ist, die sie so lange entzweit hat. Dort rüsten sich die Kohorten des guten Optimus Prime mit Hilfe des hoffnungslos in die scharfe Mikaela (Megan Fox) verliebten Teenagers Sam Witwicky (Shia LaBeouf) auf die finale Schlacht gegen die Bösen Transformer um Megatron. Dieser Kampf um die Zukunft des Universums wird nicht nur Trümmerfelder hinterlassen, diese letzte verzweifelte Schlacht könnte auch das Ende der Menschheit bedeuten...

Die Stars: Der 1986 geborene Shia LaBeouf wirkte zuerst in diversen TV-Serien mit, bevor er auf der großen Leinwand in Filmen wie „Dumm & Dümmer“; 3 Engel für Charlie – Volle Pulle“; „I, Robot“; „Das größte Spiel seines Lebens“; „Bobby“ oder im September startend „Disturbia“. Auch Megan Fox erblickte 1986 das Licht der Welt und wurde im letzten Jahr vom Männermagazin FHM zur Nr. 68 unter den „100 sexiest Women alive“ gewählt. Auch sie spielte in diversen TV-Serien bevor sie ihr Kinodebüt 2001 mit „Ferien unter Palmen“ und 2004 mit „Bekenntnisse einer Highschool-Diva“ feierte.

Der Regisseur: Michael Bay („ConAir“; „Bad Boys I&II“; „The Rock“; „Armageddon“; „Pearl Harbour“), war einst gelehrigster Schüler von Jerry Bruckheimer und ist nun unverkennbar unter den Fittichen von Steven Spielberg angekommen.

filminformer-Bewertung: Wie gewohnt, geht Bay mitten ins Geschehen und schneidet die stetig ihr Aussehen wechselnden Roboter in heftigstem Stakkatorhythmus. Der Film bietet das Beste, was an Computer generierten Bildern bisher auf die Leinwand gezaubert wurde. Im Vergleich zu diesem irrwitzigen Spektakel sehen die anderen Hollywood-Sommerfilme ziemlich alt aus. Natürlich kann Bay nicht auf seine grotesk überzeichneten Heldenschüsse verzichten, aber „Transformers" ist eines jener über den Dingen schwebenden Popcornkino-Vergnügen, wie man sie nicht alle Jahre erlebt. Dieser Lobgesang an die Möglichkeiten moderner Effekttechnik ist Michael Bays bislang bester Film, den er einen großen Teil dem Einfluss seines Produzenten Steven Spielberg zu verdanken hat, denn auch Humor und Gefühle kommen nicht zu kurz.
-jvg

Bewertung: ****0                           

Deutschlandstart: 01. August 2007

Filmverleih & Bild: UPI

 

 

 

Die Simpsons

USA 2007 / 86 Minuten
Regie: David Silverman.
Sprecher: Norbert Gastell, Anke Engelke, Sandra Schwittau, Sabine Bohlmann.

Die Story: Die Bürger Springfields reihen sich ein, in die große Schar von Unterstützern der Umweltaktivitäten von Al Gore. Der wegen Verunreinigungen stark belastete See der Stadt soll gerettet werden. Nur Homer Simpson kümmert das wenig und so beschwört er durch sein unüberlegtes Versenken eines mit Fäkalien, seines neuen Hausschweins, gefüllten Silos eine Umweltkatastrophe herauf. Homers Dummheit hat nicht nur die Aufmerksamkeit von US-Präsident Arnold Schwarzenegger erregt, sondern ruft auch den zwiespältigen Chef der Umweltschutzbehörde EPA, Cargill, auf den Plan. Der lässt Springfield kurzer Hand mit einer riesigen Käseglocke versiegeln. Homer kann sich des Unmuts eines rasenden Mobs sicher sein. Durch eine zuvor begangene Schlampigkeit gelingt den Simpsons die Flucht nach draußen und man entschließt sich nach Alaska auszuwandern. Während dessen werden die Verhältnisse im versiegelten Springfield immer anarchistischer und so entscheiden Cargill und Schwarzenegger, dass die Stadt durch eine kosmetische Sprengung von der Bildfläche verschwinden soll. Der überwiegende Teil der im sicheren und ziemlich fernen Alaska lebenden Simpsons fühlt sich verantwortlich und will der Heimatstadt helfen und bei Homer bedarf es noch einiger bewußtseinserweiternder Drogen, bis auch er sich entschließt seiner Familie zu folgen und die Heimat zu retten…

Der Regisseur: David Silverman war zwischen 1989-2006 Regisseur von 23 Simpsons-Fernsehepisoden. Sein Kinodebüt als Regisseur feierte er 2000 mit dem Animationsfilm „Der Weg nach El Dorado“. Es folgte für Pixar „Die Monster AG“.

filminformer-Bewertung: Die Simpsons hatten ihren ersten Auftritt als eigenständige TV-Serie am 14.Januar 1990. Sie ist inzwischen die am längsten im Fernsehen vertretene animierte Serie in der Fernsehgeschichte und außerdem auch die am längsten laufende Fernsehserie zur Primetime mit über 400 Folgen. Die Simpsons wurden von Matt Groening erfunden und von Oscar-Preisträger James L. Brooks entwickelt. Das Drehbuch schrieben elf Autoren der Fernsehserie. Nach weit über 100 Drehbuchfassungen und mehrjähriger Entwicklung, kommt nun ein äußerst witziger und absolut politisch unkorrekter Film in die Kinos, der auch Nicht-Fans der TV-Serie bestens unterhalten und amüsieren wird. Die Filmversion der Simpsons ist ein eigenständiges Produkt, das die Formatvorzüge der Kinoleinwand komplett nutzt. Die Figuren wirken plastischer und farbiger. Der Humor ist, wie bei den besten Staffeln Mitte der 90er, treffsicher, pointiert und mit einem perfekten Timing versehen. Die Kinoversion wird die Fans voll befriedigen, Neugierige belohnen und überredete Mitläufer überraschen. Ein wirklich witziger Filmspaß!

-jvg      

Bewertung: ****0

Deutschlandstart: 26. Juli 2007

Filmverleih & Bild: 20th Century Fox

 

 

The Dixie Chicks - Shut Up and Sing

USA 2006 / 112 Min.
Regie:   Barbara Kopple.
Mitwirkende: Natalie Maines, Emily Robinson, Martie Maguire.

Die Story: Wäre alles so gelaufen, wie ursprünglich geplant - dieser Film wäre wohl nur für echte Fans der texanischen New Country-Formation „Dixie Chicks" verdaulich gewesen. Dass der Film nunmehr aber genau das Gegenteil eines langweiligen Starportraits geworden ist, ist dem 10. März 2003 zu verdanken. An diesem Tag nahm seinen Anfang, was sich für die Filmemacher als Glücksfall entpuppte, für die drei „Chicks" Emily Robinson, Martie Maguire und Natalie Maines jedoch zum Alptraum entwickelte. Als Leadsängerin Natalie Maines 2003 bei einem Konzert in London die beiläufige Bemerkung „Wir schämen uns dafür, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt." macht, ahnt sie nicht, was sie damit lostritt. Von einem Tag auf den anderen sehen sich die singenden Sweethearts politischen Hassattacken, Morddrohungen und Boykottaktionen der Radiosender ausgesetzt. Ihre CDs landen in den Mülltonnen. Die durchorganisierten Kampagnen enttäuschter Fans und rechter Gruppierungen sind erfolgreich: Die Plattenverkäufe brechen ein und die Dixie Chicks werden zu Amerikas Hassobjekt Nummer Eins. Sie sind gezwungen, sich neu zu erfinden…

Die Stars: Leadsängerin Natalie Maines und die Schwestern Emily Robinson und Martie Maguire  sind als „Dixie Chicks“ mit über 30 Mio. verkauften Alben die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten. Für das neue Album "Taking the long way" (2006) ernteten die Chicks zwar gleich fünf Grammys, Kritiker überschlugen sich. Die anschließende Tournee jedoch verlief nur mäßig erfolgreich. Zahlreiche Konzerte mussten - ein Novum in der Bandgeschichte - abgesagt werden.

Die Regisseurinnen: Die Schauspielerin Cecila Peck (Tochter von Gregory Peck) bei ihrem Regiedebüt und die zweifache Dokumentar-Oscar-Preisträgerin Barbara Kopple („Harlan County U.S.A.“; „American Dream“) gewähren einen intimen Einblick in das Innenleben fallender Stars. 

filminformer-Bewertung: Drei Jahre lang begleiteten die Filmemacher die Band und zeigen, wie Natalie, Emily und Martie weiterhin ihre Karriere verfolgen, ihr Leben meistern, Kinder kriegen, Musik schreiben, ein Album aufnehmen und auf die Gefahr hin, alles zu verlieren, ihrer Überzeugung treu bleiben. Der Film ist nicht nur ein fesselndes Plädoyer für das Recht auf freie Meinungsäußerung, er ist auch ein lebendiges und außergewöhnliches Dokument echter Freundschaft und gewährt Einblick in die Mechanismen einer mächtigen Musikindustrie, die von ihren Künstlern im Grunde nur eins erwartet: Klappe halten und singen! Doch ist der Film nicht allein ein politisches Statement. Er gibt auch Einblicke in eine Welt, die sonst hermetisch von der Öffentlichkeit abgeschirmt wird. Er zeigt, wie Bandmitglieder und Management mit der Situation umgehen, Strategien für eine weitere erfolgreiche Vermarktung entwickeln und verwerfen, wie ein Produkt, dem seine eigentliche Zielgruppe den Rücken zukehrt, neu erfunden werden muss. Die Dokumentation dieser bewegten Jahre ist mehr als sehenswert. Selbst wenn man die Musik der Chicks nicht mag, verlässt man das Kino als Fan.
-jvg      

Bewertung: ****0

Deutschlandstart: 09. August 2007

Filmverleih & Bild: Central Film (Senator)

 

 

Kurzbelichtet:


Auf Anfang

Seit ihren Kindertagen sind Erik (Espen Klouman Hoiner) und Phillip (Anders Danielsen Lie) dicke Freunde und schwärmen für den einsiedlerischen Literaten Sten Egil Dahl (Sigmund Sæverud) Im Alter von 23 werden sie mit eigenen Romanskripten bei Verlagen vorstellig, doch nur Phillips Buch wird veröffentlicht und obendrein ein Kritikerhit. Der Medienrummel und die Obsession für seine Freundin Kari (Viktoria Winge) bringen ihn direkt in die Nervenklinik. Auch Erik kämpft mit sich selbst, seinem Talent und seiner Freundin Lillian (Silje Hagen)…

filminformer-Bewertung: Debütant Joachim Trier zeigt, dass er nicht zu Unrecht ein Verwandter Lars von Triers ist, wenn er stimmig vom Lebensgefühl heutiger Twens im Ringen um Kreativität, Haltlosigkeit, Wahn und Angst erzählt. Interessanter Coming-of-Age-Film, bei dem der Regisseur starke stilistische Anleihen bei Tom Tykwers „Lola rennt!“ genommen hat.
-jvg      

Bewertung: ***00

Deutschlandstart: 2. August 2007

Filmverleih & Bild: MFA+

 

 

Der Date-Profi

Roger (Jon Heder) ist ein kleiner, schwacher Parkuhrenkontrolleur. Hinter vorgehaltener Hand erhält er den Tipp, dass ein streng geheimer Kurs bei Dr. P (Billy Bob Thornton) das nötige Selbstbewusstsein für seinen Job und für seine Liebesanstrengungen bei seiner schönen Nachbarin Amanda geben soll. Dumm nur, dass er ziemlich schnell und ziemlich unverhofft Klassenbester wird – und damit zur Herausforderung für Dr. P, dessen Sportsgeist geweckt ist. Der setzt seinen ganzen Charme und eine Menge Lügen ein, um Amanda auszuspannen – der wiederum um jeden Preis den Kampf mit seinem Rivalen aufnimmt…

filminformer-Bewertung: Etwas schwachbrüstige Komödie um einen Versager und seinen „Trainer“, der ihn alsbald als Konkurrenten auffasst. Der größte Fehler des Films ist, Ben Stiller in einer Nebenrolle auftauchen zu lassen. Stiller erinnert daran, wie aus ähnlichem Material schon bessere Komödien gedreht worden sind – unter seiner eigenen Produktion, die jeden Gag, jede Situation bis weit über die Grenze zum Absurden tragen. So ist es nur ein mäßig lustige Klamotte, die nur wenige Highlights zu bieten hat.
-jvg      

Bewertung: *0000

Deutschlandstart: 2. August 2007

Filmverleih & Bild: Central

 

 

Von Frau zu Frau

Daphne Wilder (Diane Keaton) ist die quirlige Mutter dreier Töchter. Zwei von ihnen hat sie schon unter die Haube gebracht. Doch Nesthäkchen Milly (Mandy Moore) greift sich grundsätzlich die falschen Männer. Heimlich sucht Mama im Internet nach dem Richtigen und findet ihn in Architekt Jason. Mit Musiker Johnny ist noch ein weiterer Herr interessiert. Und auch für die Frau Mama findet sich ein Mr. Right…
filminformer-Bewertung: Relativ amüsante Familienkomödie in dem Diane Keaton als Mutter und Mandy Moore als Tochter dem Affen reichlich Zucker geben. Die Sitcom-ähnliche Situationskomik hat in der Mitte des Films, unter der Regie von Genreveteran Michael Lehmann, zwar einen ziemlichen Durchhänger, aber für einen durchschnittlich gutgelaunten Popcorn-Abend reicht es dann doch.

-jvg      

Bewertung: **000

Deutschlandstart: 2. August 2007

Filmverleih & Bild: Warner

 

Zehn Kanus, 150 Speere und 3 Frauen 

Vor langer Zeit lebte das Volk der Ramingining ungestört in den Sümpfen im Norden Australiens. Der junge Dayindi, der mit seinem Stamm zum ersten Mal auf Enteneierjagd geht, begehrt die jüngste der drei Frauen seines älteren Bruders. Um ihn auf den richtigen Weg zu führen, wird ihm eine Geschichte erzählt, die sich in uralten, mythischen Zeiten zugetragen hat - eine Geschichte über eine fehlgeleitete Liebe, über Kidnapping, Hexerei und Rache…

filminformer-Bewertung: Der Holländer Rolf de Heer hat den Film mit Ureinwohnern Australiens in deren eigenen Dialekt gedreht. Gerade die intensive Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Region Ramingining sowohl beim Verfassen des Drehbuchs, als auch bei den im Film verwendeten Gegenständen, wie Kanus, Speere und Hütten, machen de Heers Film so authentisch. Entstanden ist eine poetische Fabel, eine augenzwinkernde Expedition zu den Wurzeln der Menschheit. Wer auf schräge Ethno-Kost steht, ist hier genau richtig.

-jvg      

Bewertung: **000

Deutschlandstart: 09. August 2007

Filmverleih & Bild: Alamode

 

 

Angel – Ein Leben wie im Traum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelingt es der aus einfachsten Verhältnissen stammenden Angel Deverell, als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Dank ihrer außergewöhnlichen Vorstellungskraft werden ihre Bücher zu Ereignissen, die auch in der Oberschicht der britischen Gesellschaft auf Begeisterung stoßen. Mit einem Mal stehen Angel Tür und Tor offen. Doch das Glück währt nicht lange…

filminformer-Bewertung: Nachdem er zuletzt zweimal in Cannes ("Swimming Pool" im Wettbewerb, "Die Zeit, die bleibt" in Un Certain Régard) und einmal in Venedig ("5x2") vertreten war, kehrt Francois Ozon mit seinem zweiten englischsprachigen Film nach Berlin zurück, wo er zum dritten Mal (nach "Tropfen auf heiße Steine" und "8 Frauen") im Wettbewerb vertreten ist. Der Abschlussfilm der Berlinale ist sein erster, etwas mühseliger Kostümfilm, der pathetisch und artifiziell wirkt und ein gewisses Sitzfleisch beim Zuschauer voraussetzt.

-jvg      

Bewertung: *0000

Deutschlandstart: 9. August 2007

Filmverleih & Bild: Concorde

 

 


Evan Allmächtig

Evan Baxter (Steve Carell) ist der Sprung vom kleinen Nachrichtensprecher eines lokalen Senders im Staat New York zum Kongressabgeordneten in Washington gelungen. Dass er von Gott (Morgan Freeman) persönlich dazu angehalten wird, einer Sintflut vorzubeugen und als moderner Noah eine Arche zu bauen, passt nicht ganz in seine Pläne. Doch als unvermittelt sein Bart zu wachsen beginnt und auch andere Vorzeichen eintreten, erkennt Evan, dass er nicht seinem Land, sondern der ganzen Menschheit dienen muss…

filminformer-Bewertung: Nachdem in „Bruce Allmächtig" noch Jim Carrey die Arbeit des Allmächtigen verrichten musste, bekommt es in der Fortsetzung nun Steve Carell, der im Vorgänger eine eher kleine Nebenrolle hatte, mit dem Lieben Gott zu tun. Mit einem Budget von 185 Mio. Dollar handelt es sich bei Tom Shadyacs Film um die teuerste Komödie aller Zeiten und wenn man etwas mehr in die Gags und das Drehbuch und etwas weniger in die CGI-Effekte investiert hätte, dann wäre vielleicht ein etwas lustigerer Film dabei herumgekommen.

-jvg      

Bewertung: **000

Deutschlandstart: 9. August 2007

Filmverleih & Bild: UPI

 

 

Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft

Ein Ding aus der Zukunft fällt vom Himmel und in die Hände der Geschwister Noah und Emma. Sie taufen das sprechende Stoffkaninchen Mimzy, nehmen es mit nach Hause und verstecken es vor den Eltern. Zu deren Überraschung werden die beiden von Tag zu Tag klüger. Denn Mimzys Aufgabe ist es, den Fortbestand der Menschen und der Erde zu sichern…

filminformer-Bewertung: Mit dieser kurzweilig-schrulligen Sci-fi-Komödie präsentiert sich New-Line-Boss Robert Shaye als Regisseur. Rasant mixt er, verspielt wie ein Kind, alle möglichen Genres. Auf die Gesetze von Physik und Mathematik wird keine Rücksicht genommen. Irgendwie hat der Gute scheinbar eine Überdosis "E.T." zu sich genommen, aber trotzdem ist ihm kein Spielberg-Film gelungen. Shaye ist nur ein mäßiges Kinder-B-Movie gelungen.

-jvg

Bewertung: *0000

Deutschlandstart: 9. August 2007

Filmverleih & Bild: Warner

 

 

Die Liebe in mir

Noch Jahre nachdem Charlie Fineman (Adam Sandler) durch die Anschläge vom 11. September seine Frau und drei Kinder verlor, hat er sein früheres Glück aus seinem Bewusstsein verdrängt. Als er seinem alten College-Freund Alan (Don Cheadle) begegnet, nimmt sich dieser des verstörten Eremiten an. Behutsam baut Alan Vertrauen auf, toleriert Charlies Exzentrik und Unberechenbarkeit, bis der Panzer des traumatisierten Mannes scheinbar aufbricht…

filminformer-Bewertung: Nach seiner komisch-dramatischen Familienstudie "An deiner Schulter" schlägt Schauspieler-Autor-Regisseur Mike Binder mit diesem Film noch ernstere Töne an. Zwar gibt es auch hier heitere Brüche, doch im Kern des ruhig entwickelten Plots steht die schwierige Trauerarbeit eines Mannes, der sich emotional zurückgezogen und in Adam Sandler einen überraschend glaubwürdigen Interpreten gefunden hat. Eine sanfte Tragikomödie, die berührt.

-jvg

Bewertung: ****0

Deutschlandstart: 16. August 2007

Filmverleih & Bild: Sony

 

 

Am Ende kommen Touristen

Eigentlich wollte der 19-jährige Berliner Sven (Alexander Fehling) in Amsterdam seinen Zivildienst ableisten, aber dann verschlägt es ihn ins polnische Oswiecim, das unter dem Namen Auschwitz traurige Berühmtheit als größtes Vernichtungslager der Nazis erlangte. Zu seinen Aufgaben gehört es sich um den alten KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern, der dem Deutschen seine Abneigung spüren lässt, ihn herumkommandiert und schikaniert…

filminformer-Bewertung: Robert Thalheim, der mit seinem Debüt "Netto" überzeugte, nähert sich der schweren Thematik zurückhaltend. Sein leiser Film über die Schwierigkeit der Vergangenheitsbewältigung kommt ohne Pathos aus und bietet dafür viele kleine bewegende Momente. Großen Anteil daran hat auch sein gutes polnisch-deutsches Ensemble.

-jvg      

Bewertung: ***00

Deutschlandstart: 16. August 2007

Filmverleih & Bild: X-Verleih

 

       

Fata Morgana

Daniel (Matthias Schweighöfer) und Laura (Marie Zielcke), ein junges Pärchen aus Deutschland, reist nach Marokko. Einer Laune folgend mieten sie einen Jeep und unternehmen einen Ausflug in die Sahara. Da springt der Wagen nicht mehr an. Ein namenloser Fremder (Jean-Hugues Anglade) taucht auf, repariert das Fahrzeug und verspricht, die beiden in die Zivilisation zurückzuführen…

filminformer-Bewertung: Das mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnete Debüt von Simon Groß ist ein Mix aus Abenteuerfilm und Selbstfindungsparabel, der keine simplen Deutungsmöglichkeiten zulässt. Bestechend in der visuellen Umsetzung beweist der Film, dass man mit minimalsten Mitteln maximalen Effekt erzielen kann. Doch schleppt sich der Film teilweise mühsam durch die Wüste.

-jvg      

Bewertung: **000

Deutschlandstart: 16. August 2007

Filmverleih & Bild: Stardust

 

 

Zusammen ist man weniger allein

Die zeichnende Putzfrau Camille (Audrey Tautou) lädt im Treppenhaus ihren Nachbarn spontan zum Essen ein. Der stotternde Postkartenverkäufer (Laurent Stocker) aus alter Adelsfamilie holt sie dafür später in seine große Wohnung, als sie krank ist. Sein Mitbewohner, ein gestresster Koch (Guillaume Canet), der sich um seine Oma (Francoise Bertin) kümmert, ist davon erst gar nicht angetan. Doch zusammen ist man weniger allein…

filminformer-Bewertung: Regie- und Produktionsaltmeister Claude Berri präsentiert ein charmantes Großstadtmärchen nach einer Bestsellervorlage von Anna Gavalda. Eine prominente Besetzung mit Audrey "Amelie" Tautou, mimt eine WG skurriler Typen, die entspannt einem vorhersehbaren Happy End entgegendriften. Feel-Good-Unterhaltung aus Frankreich, der leider etwas die Magie der Vorlage abhanden gekommen ist.

-jvg      

Bewertung: ***00

Deutschlandstart: 16. August 2007

Filmverleih & Bild: Prokino

 

 

Beim ersten Mal

Ben (Seth Rogen) ist ein wirklich schräger Vogel mit einer noch erheblich schrägeren Männer-WG. In einer Bar lernt er die bildschöne Amy (Katherine Heigl) kennen und nach einer gemeinsam durchfeierten Nacht landen sie zusammen im Bett. Das böse Erwachen folgt acht Wochen später, als Alison Ben eröffnet, dass sie von ihm schwanger ist. Nach anfänglichem Hadern beschließen die beiden, es dem Baby zuliebe mit einer Beziehung zu versuchen. Und damit prallen zweit Welten mit ziemlicher Wucht auf einander...

filminformer-Bewertung: Mit "Jungfrau (40), ledig, sucht..." läutete Judd Apatow nicht nur die Wiederkehr der ebenso zotigen wie unterhaltsamen Sexkomödie ein, er gab auch den Ton vor für seine zweite Regiearbeit, in der Seth Rogen nicht mehr nur Stichwortgeber ist, sondern in den Mittelpunkt der Handlung rückt, in der er von Apatows üblichen Mitstreitern - Paul Rudd, Leslie Mann etc. - unterstützt wird. Trumpfass ist allerdings der tabulose Humor des Films, dem Apatow geschickt eine durchaus moralische Geschichte gegenüberstellt. Recht amüsant, aber mit 124 Minuten auch ziemlich lang.

-jvg      

Bewertung: ***00

Deutschlandstart: 23. August 2007

Filmverleih & Bild: UPI


filminformer-Bewertung: ***** = Meisterwerk! ****0 = Hervorragend ***00 = Unterhaltsam **000 = Mittelmäßig *0000 = Mit Mühe im Kino geblieben! 00000 = Unterirdisch - Ich will mein Geld zurück!

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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